Neben den Kryptogamen interessiere mich seit geraumer Zeit ebenfalls für die in Mitteldeutschlands vorkommenden Libellenarten.

Derzeit beteilige mich an der Kartierung der Moose Deutschlands und an der Erfassung der Flechtenarten Thüringens unter der Federführung von Dr. Ludwig Meinunger aus Ludwigsstadt-Ebersdorf. Mein besonderes Interesse gilt der Lebermoosgattung Frullania, deren Arten v. a. in den Tropen vorkommen und die dort als Epiphyten die Bäume überziehen. In Europa sind nur vergleichsweise wenige Vertreter der Gattung bekannt. Sie besiedeln Felsen oder Bäume. Die Abgrenzung der einzelnen Arten ist oft schwierig und häufig sind mikroskopische Präparationen nötig. Selbst in den bryologisch gut durchforschten Gebieten der nördlichen Hemisphäre sind beispielsweise die Arten F. tamarisci und F. dilatata nur ein Dunstkreis von Kleinarten. Mein Ziel ist es, diese Sippen morphologisch zu differenzieren und deren Verbreitung zu bestimmen. Weiterhin beschäftigt mich momentan die Charakterisierung einiger einheimischer Porella-Arten. Während die Abgrenzung von P. platyphylla und P. cordaeana vergleichsweise unproblematisch ist, wird das Bild unter Einbeziehung von P. baueri und P. platyphylloidea weitaus komplexer. Insbesondere die beiden letztgenannten Arten wurden in der Vergangenheit verkannt, obwohl zumindest P. baueri nach eigenen Untersuchungen in Mitteldeutschland recht weit verbreitet ist.

Aktuelles:

Für nähere Informationen zu den aktuellen Exkursionen sei auf die Veranstaltungenshinweise der Thüringischen Botanischen Gesellschaft e. V. verwiesen.